Autokorso an Hochzeitstagen, Tradition oder nur eine Laune?

Hochzeitskorso

Immer wieder liest man von Hochzeitskorsos, bei denen es inzwischen richtig eskaliert. Von abgesperrten Straßen, über Autorennen, alles dabei. Wo sind die Zeiten hin, an denen man friedlich durch die Stadt gefahren ist im Korso, hupend, winkend und was steckt eigentlich hinter so einem Hochzeitskorso, Tradition oder einfach nur der Spaß allen zu zeigen, dass man ja gesagt hat? Erst gestern (Zeitpunkt meines Blogeintrags) kam es zu einem Unfall mit 6. hochpreisigen Fahrzeugen bei einem Hochzeitskorso auf einer Landstraße bei einem Autorennen lt. Fokus.de.

Mehr teure Autos, mehr Personen. Das Auto als Statussymbol, auch wenn es überhaupt nicht das eigene ist, man möchte sich besonders zeigen, auffallen, so meine Annahme. Ein Autokorso ist hier in unseren Ergehenden nichts Neues, aber es wird immer ausufernder ohne Rücksicht, auffallen und Spaß haben lautet die Devise.

Woher kommt der Hochzeitskoro?

Nach meiner Recherche war es üblich (als es noch keine Autos gab), dass die Braut vom Haus ihrer Eltern abgeholt und mit der Kutsche durch das Dorf gefahren wurde. Dazu gehörte auch, dass die Kutsche gestoppt wurde und der Weg versperrt, bis es ein Geschenk gab.

Dieser Brauch wird ja ähnlich auch hier noch nachgeahmt und laut dem, was ich so im gefunden habe, Autobahnblockaden gehören nicht dazu in anderen Ländern. Auffallen um jeden Preis, auch wenn damit die Sicherheit gefährdet ist, der Trend geht weiter, wie man in den Nachrichten verfolgen kann, nur leider an der eigentlichen Tradition vorbei, mit Autorennen, Straßensperren, ja teils mit Schüssen aus Fahrzeugen.

Schade das eine schöne Tradition so missbraucht wird nur, um den dicken Max zu machen, an einem Tag. Das ist nur meine Meinung zu den Vorkommnissen, wie sehr ihr das, ganz überflüssig oder toller Moment?