Hunde fotografieren aber richtig

Schäferhund

Hunde fotografieren aber richtig, wie mache ich das ?
Eine Frage die mir öfters gestellt wird und heute möchte ich euch einfach ein paar wertvolle Tipps geben damit demnächst auch deine Hundefotos richtig schön werden. 

Erstaunlich tolle Hundefotos 

Mein erster und mit unter wichtigster Rat, lass dir kein X für ein U vormachen. 
es wird allgegenwärtig selten zugegeben das ein Bild bearbeitet ist, was dich als Anfänger bestimmt erst einmal zur Ratlosigkeit bringt. Du nutzt alle möglichen Tipps und Einstellungen und dein Bild wird nicht so wie das von dem anderen Fotograf der dir gesagt hat das Hundefoto ist out of Cam. 
Sowas führt ganz schnell zu Frust und schnell lässt man sein neues Hobby wieder sein. 
Merke also: Lass dich nicht verarschen und mach weiter. 

Die richtige Ausrüstung 

 Ja ich bin kein Fotograf der sich ständig neue Ausrüstung kauft aber du solltest hier ein paar Grundregeln beim Kauf beachten. 
Dein Objektiv sollte nach Möglichkeit Lichtstark sein, ein Teleobjektiv ab von f2.8-f4 ist super. 
Dann je nachdem wie dein Bild wirken soll solltest du dich für eine Brennweite entscheiden. 
Ich nutze inzwischen gerne ein Weitwinkelbereich für ausgefallene Perspektiven und seit längere Zeit fotografiere ich auch nicht mehr so stark mit offenen Blenden da ich gerne mehr von meiner Location haben möchte. 
Ein Teleobjektiv würde ich dir jedoch für den Anfang empfehlen und zwar eines mit einem zügigen AF damit du bei schnellen Hundebildern auch eine gute Chance hast tolle Momente festzuhalten. 
Dein Body ist da auch nicht ganz unwichtig, eine gute Serienauslösung sollte sie können, super liegt du hier mit einer Serie ab 4 Fotos. 

Hunde fotografieren an der richtigen Location

Oft sehe ich wirklich schöne Locations welche ich bei meinen täglichen Radtouren entdecke. 
Hier nutze ich einfach mein Telefon und speichere ich mir mit der App ganz einfach die Fotolocation um irgendwann dann die Hunde fotografieren zu gehen und das genau dort zur fast gleiche Uhrzeit und Jahreszeit.
Als App nutze ich dafür „Standort speichern GPS“. 
Somit habe ich immer tolle Orte incl. Infos dabei. Was ich mir hier noch kurz notiere sind folgende Punkte:  

  • Wie ist der Ort beschaffen 
  • Farbmöglichkeiten der Hunde  
  • Mit oder ohne Leine möglich 
  • Nutzbare Dekoration welche ich neuerdings auch immer ein bissel dabei habe 

Kundenabsprache/Vorbereitungen für das Shooting 

Wir führen kurze Telefongespräche oder man schreibt schnell mal über
WhatsApp/E-Mail. 
Das ist für mich einfach selbstverständlich denn nur so weiß ich welche Wünsche ihr habt und welche Location wir letztlich wählen, abhängig von Wunsch und Hundeerziehung und Farbe des Hundes den Hunde fotografieren ist so viel mehr.

Kameraeinstellung zu meinem Fotostil 

An dieser Stelle sei erwähnt das es mein Geschmack ist und alles abhängig ist von der Location, das Licht und dazu zählen auch Fellfarbe und deine komplette Umgebung. 
Gerne nutze ich wenn möglich bewölkte Tage oder die Abendstunden da ich hier nicht so viel berücksichtigen muss als wenn es die pralle Sonne ist. 
Jetzt werden die einen wieder sagen, man fotografiert doch nicht in praller Sonne, jein, manchmal kann man sich die Uhrzeit für einen Termin nicht immer aussuchen. 
Sollte es wirklich Sonne sein dann suche ich mir meist schattige Plätze und Locations. 
Gerne habe ich auch sogenannte Störer im Vordergrund. Das sind Elemente die einfach im vorderen Bereich meines Bildes positioniert sind. 
Wie oben erwähnt, die Kameraeinstellung ist hier von vielen Faktoren abhängig. Ich schaue das ich im ISO Wert so bei max. 800 bleibe das kann mein Kamerasystem ohne Probleme auch bei extremer Bearbeitung im nachhinein wo meist Rauschen störend wirken würde. 
Meine Blendeneinstellung wähle ich zwischen f1.8-f8 je nach Location und Freistellung vom Hund vom Hintergrund. 

Wenn es bewegliche dynamische Hundefotos werden sollen, beginnt meine Verschlußzeit bei 1/800 oder höher je nach Geschwindigkeit vom Hund. 

Der Umgang mit dem Hund 

Hier heißt es, beobachten und bestechen. In welcher Stimmung möchtest du Hunde fotografieren ? Die Ohrenstellung lässt deinem Bild entsprechend Stimmung geben genau wie die klappernde Leckerie Dose. 
Ich begleite oft auch schwierige Hunde mit Maulkorb, hier gehen im Vorfeld kleine Gassirunden einher. An dieser Stelle solltet ihr immer abwägen ob der Maulkorb irgendwann fällt oder nicht, Sicherheit geht für euch vor und auch fürs Tier natürlich, darum wählt auch eure Location bedacht. 
Ansonsten heißt es Hundebespaßung, Katzengeräusche und das Frauchen hin und her laufen lassen damit der Blick des Hundes folgt. 

Unsere Bildbearbeitung mit Lightroom und Photoshop 

 Vorab, wir lieben die Bildbearbeitung und je nach Location, Hund und Kundenwunsch bearbeiten wir die Bilder mehr oder weniger. Meist ist es so das wir da freie Hand haben und unsere Kunden bisher immer mega zufrieden sind. 

Checklistezum Hunde fotografieren

  • geh in die Knie oder leg dich hin 
  • bei beweglichen Fotos ab 1/800 Verschlusszeit ( bei alten Hunden oft weniger) 
  • mit den ruhigen Fotos beginnen wenn du die Zunge nicht immer hängen sehen willst 
  • mach dich zum „Affen“, je bessere Laune hat dein Promihund 
  • nutze die Serienfunktion nicht nur bei beweglichen Hundefotos 
  • probiere, sei mutig in deiner Bildgestaltung 
  • bringe den Hund und dich nicht in Gefahr, Gesundheit geht vor!   

Wer nicht nur Hunde fotografieren lassen möchte sondern noch einen genialen Schritt weiter gehen will, der findet hier auf dem Blog von Mara so wunderschön gemalte Hundebilder, echt klasse ! Hier der Link zu Maras Blog